Ein Punchout einrichten
Das ist die Einrichtung für einen Punchout-Kunden. Ein zweiter Kunde heißt: ein zweiter Kanal, ein zweites Sortiment, ein zweites Punchout-Konto. Die Reihenfolge unten ist Absicht: Die Daten kommen vor der Verbindung, denn dort verlieren Punchout-Projekte ihre Wochen.
1. Den Kanal anlegen
- Öffnen Sie Configuration › Kanäle und wählen Sie Neuer Kanal.
- Vergeben Sie einen Code, den Sie in einem Log auch in einem Jahr noch
erkennen:
punchout-acmestattkanal3. - Setzen Sie den Typ auf PunchOut.
- Ordnen Sie den Markt zu. Er bringt Währung, Locales und Steuerklassen mit, die dieser Einkäufer sieht. Ein Kunde, der in CHF bestellt, braucht einen Schweizer Markt, keinen Rabatt auf einen EUR-Preis.
- Setzen Sie Nicht zugeordnete Zeilen auf Ausgeblendet bis zur Zuordnung (geschlossen). Dann zeigt der Kanal nur, was Sie ausdrücklich hineinlegen.
2. Sortiment, Daten und Preise
Ordnen Sie dem Kanal die vereinbarten Produkte zu. Filtern Sie danach das Produktraster auf diesen Kanal und zählen Sie nach. Nennt der Vertrag rund 2.400 Artikel und Sie sehen 18.000, ist etwas zugeordnet, das dort nicht hingehört.
Machen Sie dann jeden Artikel im Kanal beschaffungstauglich: eine Mengeneinheit als Code, den sein System akzeptiert, eine Herstellerteilenummer, die sich von Ihrer eigenen Artikelnummer unterscheidet, eine Steuerklasse und eine schlichte Kurzbeschreibung innerhalb seiner Längengrenze. Die Vollständigkeit, gefiltert auf diesen Kanal, liefert Ihnen die Arbeitsliste.
Prüfen Sie zuletzt, ob die Konditionen des Kunden in diesem Kanal greifen: Vertragspreise, Staffelpreise, Währung. Ein Punchout, das einem Vertragskunden Listenpreise zeigt, kostet Sie das Projekt. Siehe So funktioniert die Preisfindung.
3. Die Organisation vorbereiten
Das Punchout-Konto verweist auf die Organisation des Kunden im CRM und auf einen ihrer Kontakte als technischen Kontakt. Legen Sie beide zuerst an. Siehe Organisationen.
4. Das Punchout-Konto anlegen
Öffnen Sie Procurement › Punchout › Konten und wählen Sie Neues Punchout-Konto.
| Feld | Was Sie eintragen |
|---|---|
| Code | Ein fester Code. Er steht in der Eintritts-URL, und eine Kostenstelle lässt sich auf ihn einschränken. Bei IDS ist es der Benutzername, den die Handwerkersoftware schickt (name_kunde). |
| Protokoll / Protokollversion | OCI, cXML oder IDS 2.5, und die Version, die das System des Kunden angibt. |
| Kanal | Der Kanal-Code aus Schritt 1. Pflicht: Ohne ihn bekommt ein Punchout-Einkäufer Katalog und Preise des öffentlichen Shops. |
| Eintritts-URL | Die Shop-Adresse, die das System des Kunden aufruft und auf der seine Einkäufer landen. |
| Organisation / Technischer Kontakt | Der Kunde, und der Kontakt, als der die Sitzung läuft, wenn sein System niemanden benennt. |
| Unbekannter Benutzer | Was passiert, wenn sein System eine Person nennt, die Sie nicht kennen: auf den technischen Kontakt zurückfallen, die Sitzung ablehnen oder den Kontakt anlegen. |
| Sitzungsdauer (Minuten) | Wie lange ein Besuch offen bleibt. Standard ist 60. |
| Aktiv | Lassen Sie es vorerst aus. |
Die Zugangsdaten hängen vom Protokoll ab:
| Protokoll | Felder |
|---|---|
| OCI | Authentifiziert über (Benutzername und Passwort oder Login-Token), Kennung (USERNAME), dann Passwort oder Login-Token. Gesichertes OCI (Secure OCI) nur ankreuzen, wenn das SAP des Kunden für die gesicherte Variante konfiguriert ist. |
| cXML | Kennung, Kennungs-Domäne (etwa NetworkID oder DUNS) und Shared Secret, genau wie auf dem Datenblatt des Kunden, einschließlich Groß- und Kleinschreibung. |
| IDS 2.5 | Kennung (name_kunde, derselbe Wert wie der Code), Passwort (pw_kunde) und, wenn der Großhändler den Betrieb über eine Kundennummer erkennt, IDS-Kundennummer (kndnr). |
Passwörter, Tokens und Shared Secrets sind nur schreibbar. Nach dem Speichern kann sie niemand mehr auslesen; Sie können sie nur ersetzen, und die Aufrufe des Kunden scheitern, bis sein System den neuen Wert hat.
5. Das Feld-Mapping prüfen
Procurement › Punchout › Feld-Mappings legt fest, was im Warenkorb
zurückgeht: welcher Ihrer Werte bei OCI NEW_ITEM-MATNR, NEW_ITEM-UNIT und die
übrigen Felder füllt, oder welchen Knoten des cXML- oder IDS-Dokuments. Für alle
drei Protokolle ist ein Standardsatz hinterlegt, die meisten Konten brauchen hier
also nichts. Legen Sie eine Zeile für dieses Konto nur dort an, wo das System des
Kunden abweicht; die Zeile des Kontos hat Vorrang vor der Standardzeile.
Das Ergebnis sehen Sie mit Rückgabe-Vorschau am Konto in der Kontenliste. Sie wendet die Mappings des Kontos auf einen Warenkorb an, den Sie angeben, und zeigt, was zurückgegeben würde. Dabei wird nichts aufgezeichnet und nichts gesendet.
6. Das Konto prüfen, dann aktivieren
Zwei Zeilenaktionen in der Kontenliste erledigen das ohne den Kunden:
- Eintritts-URL prüfen ruft die Eintrittsadresse des Kontos von außen auf und hält fest, was dort antwortet. Standardmäßig lässt sich ein Konto erst aktivieren, wenn die Prüfung erreichbar meldet. So fällt der Shop auf, der auf jede unbekannte Adresse mit seiner Startseite antwortet, während das System des Kunden nichts Brauchbares bekommt.
- Eintritt testen sendet einen Eintrittsaufruf mit den Zugangsdaten des Kontos und zeigt die Antwort, die das System des Kunden bekäme. Der dabei geöffnete Besuch wird wieder zurückgenommen; es entstehen weder Warenkorb noch Übergabe.
Schalten Sie danach Aktiv ein.
7. Gegen sein echtes System testen
- Bitten Sie seinen technischen Ansprechpartner, aus seiner Testumgebung heraus zu punchen.
- Beobachten Sie Sitzungen: das richtige Konto, der richtige Kontakt, der richtige Kanal. Erscheint nichts, sehen Sie unter Abgewiesene Zutritte nach. Das System des Kunden bekommt nur eine neutrale Ablehnung; der Grund (falsche Zugangsdaten, Konto inaktiv, unbekanntes Konto) steht dort.
- Lassen Sie einen Einkäufer einen Warenkorb mit mindestens drei Positionen füllen, darunter eine mit einer schwierigen Mengeneinheit, und übergeben.
- Öffnen Sie die Übergabe unter Übergaben und vergleichen Sie sie Feld für Feld mit dem, was in seiner Bedarfsanforderung angekommen ist.
Vereinbaren Sie getrennt davon, wie die Bestellung zu Ihnen kommt. Das Punchout endet mit der Rückgabe; die Bestellung, die das System des Kunden danach anlegt, kommt nicht auf diesem Weg zurück.
Was Sie prüfen
- Der Einkäufer sieht nie eine Anmeldemaske.
- Die Artikelzahl im Punchout passt zum Vertrag, die Preise ebenso, Staffelpreise eingeschlossen.
- Jede übergebene Position trägt eine Mengeneinheit und eine Herstellerteilenummer.
- Abgewiesene Zutritte bleibt leer, sobald der Kunde live ist. Eine Zeile dort heißt: Irgendein System ruft mit falschen Zugangsdaten an.
Weiter
- Feld-Mapping: Mapping allgemein.
- Kundeneinkauf per Punchout anbinden: das ganze Programm, über ein Konto hinaus.