Analytics
Die meisten kaufmännischen Entscheidungen im Mittelstand fallen noch auf Basis einer Excel-Tabelle, die jemand vor Jahren gebaut hat und seitdem von Hand pflegt. Die Zahlen sind alt, sie widersprechen sich zwischen Abteilungen, und so richtig traut ihnen niemand. Also entscheidet man aus dem Bauch, und das Shop-Projekt, das das ändern sollte, ändert es stillschweigend nicht.
Dieser Bereich will das beheben, und er beginnt an einer unerwarteten Stelle: bei der Frage, welche Zahlen überhaupt etwas taugen. B2B-Analytics dreht sich um Kunden, nicht um Traffic. Conversion Rate, Sitzungen und Absprungrate sagen fast nichts, wenn dieselben zwölf Einkäufer jede Bestellung aufgeben und zu 80 Prozent konvertieren. Entscheidend sind der Umsatz pro Kunde und seine Richtung, wie viel Ihres Geschäfts tatsächlich online läuft, und welcher Kunde still geworden ist. Im B2B kündigt niemand. Kunden werden still.
Verstehen
Welche Zahlen einen festen Blick wert sind, und warum die B2C-Standards es nicht sind.
- Die Kennzahlen, die im B2B zählen — Umsatz pro Kunde, Digitalisierungsquote, Stille als Abwanderungssignal, und Kohorten bei 400 statt 400.000 Kunden.
Einrichten
Die Definitionen, die feststehen müssen, bevor jemand einen Report baut. Dafür gibt es keinen Bildschirm, und genau dieser Teil entscheidet, ob Ihre Zahlen den Abgleich mit dem ERP überstehen.
- Festlegen, was als Bestellung zählt — Status, Stornierungen, brutto oder netto, Testbestellungen.
- Währung, Zeitzonen und Zeiträume — die drei leisen Wege, auf denen eine korrekte Abfrage eine falsche Zahl liefert.
Damit arbeiten
Wie Reporting gedacht ist, sobald Analytics Studio ausgeliefert ist: erst die vorbereiteten Ansichten, eigene nur dort, wo diese nicht hinreichen.
- Dashboards und KPIs — die geplanten Standardansichten und was jede Zahl bedeutet.
- Reports und Exporte — Reports über Ihre eigenen Datensätze, Segmente und CSV.
- Ein eigenes Dashboard bauen — Widgets, Layout, und ein Ergebnis als Snapshot einfrieren.
Gesund halten
- Ihren Zahlen trauen — Aktualität, abgeschnittene Exporte, auseinanderlaufende Definitionen, und der einmalige Abgleich mit dem ERP.
Verwandte Themen
- Das führende System festlegen — Reporting ist nur so gut wie die Frage, ob Bestellungen und Kunden an einem Ort liegen.
- Datenqualität in der Praxis — das Gegenstück dieser Seite für den Katalog.